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•     Mitreißende Songwriter-Scheibe mit Folk-, Rock- und Blues-Power
      Musikreviews.de 26.01.2016

Wer heutzutage den Namen HARRY PAYUTA hört, der denkt wahrscheinlich zuerst an den ''RAVI SHANKAR aus Bremen'', der zu den deutschen Ausnahme-Sitar-Spielern zählt und eine Vielzahl weiterer Instrumente beherrscht.
''Sweet Gloom'' überrascht dadurch, dass es eben seine Grundlage nicht ausschließlich auf der Sitar aufbaut, sondern viel stärker auf der Singer/Songwriter-Ebene und kubanischen Percussion, ohne jedoch auf Sitar, Gitarre oder Bass zu verzichten, basiert. In „Sweet Gloom“ verliert Payuta allerdings nie sein Sitar-Gespür aus den Augen, weil es eben längst zu seiner Trade-Mark geworden ist. Klug entschied er deshalb, von den insgesamt zwÖlf Songs auch vier rein instrumental aufzunehmen.
''Spice Of Spain'' trägt dabei Flamenco-Rhythmen zur Schau, während ''Privatier'' vom verträumten Bass- und Gitarre-Klang, auf dem die Sitar ihr eigenes ''Lied'' singt, lebt. Ähnliches gilt für ''Pick Up'', nur dass es hierbei nicht verträumt, sondern voller Feuer zur Sache geht und ''Moving'' mit beschwingten, spanischen Rhythmen aufwartet.
Auch Payutas Stimme hat einen angenehmen Klang - fast zart, sanft und zerbrechlich mit hintergründiger ''Heiserkeit''. Und die Geschichten, die er in seinen ausschließlich in englischer Sprache gesungenen Liedern erzählt, bleiben bei der hervorragenden CD-Aufnahmequalität so ausgezeichnet verständlich.

''Sweet Gloom'' ist die zärtliche, warme Seite in einer Welt, die gerade diese Seite immer mehr in ihren kalten und heißen Kriegen zu verlieren scheint.

FAZIT: ''Sweet Gloom'' ist genau das geworden, was sein Titel verspricht. ''Süße Schwermut'', die nicht etwa einen alten, grübelnden Trauerkloß zum Vorschein bringt, sondern Lieder und Instrumentales voller Atmosphäre.

V I D E O   ›Sweet Gloom - soundfiles‹



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